Paracelsus Arzneien

Die Wunderarzneien des Paracelsus - einst und heute

Betonie (Betonica officinalis, blühendes Kraut)

Einst:
Paracelsus nannte die Betonie "das edelste Wundkraut" und empfahl eine Abkochung in Essig als Auflage "bei jeder Geschwulst durch einen Stoß und Streich". Ferner lobte er ihre Kräfte zusammen mit Sanikel beim Nabelbruch der Kinder, bei Schädelbruch, zur Nierenstärkung, bei Wassersucht sowie als Fieber- und Gebärmutterarznei
Heute:
wegen des hohen Gerbstoffgehalts fördern Waschungen und Auflagen die Narbenbildung bei infizierten Wunden. Dennoch ist die Betonie als Wundkraut außer Gebrauch. Das Kraut findet selten Anwendung als Tee bei Nervenschwäche, zur Nierenstärkung, bei Blutungsneigung und Durchfällen. Für die blutstillende Wirkung werden Gerbstoffe und Stachyndrin verantwortlich gemacht.

Dachwurz (Sempervivum tectorum)

Einst:
Von Paracelsus bei Brandwunden durch Blitzschlag empfohlen. Ferner als kalte und narkotische Arznei, als Styptikum (Blutstillung) und gegen Podagra (Gicht).
Heute:
Von den Römern als Schutz vor Blitzschlag auf Dächer gepflanzt. Altes Fiebermittel. Wegen der Schleimstoffe als Aloe-Ersatz und wegen der Ameisensäure bei Krebs gebraucht.

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